Auf Seite 65 priorisiert der SV Böblingen die für ihn relevantesten Handlungsfelder.

SV Böblingen: Mit dem Workbook im Verein arbeiten

Harald Link, Vereinsmanager des SV Böblingen (über 6.800 Mitglieder) über die Arbeit mit dem Workbook im Verein.

Harald Link, Vereinsmanager bei der SV Böblingen sowie Vizepräsident Personalentwicklung und Gleichstellung beim STB, ist einer von zwei STB-Experten des Präsidiums für das Workbook „Sportverein 2030“. Wir haben mit dem 49-Jährigen über den Unterschied von lesen und durcharbeiten, Aha-Erlebnisse und die erste Maßnahme in seinem Verein gesprochen.
 

Harald, Du hast Dich intensiv mit dem Workbook „Sportverein 2030“ beschäftigt. Was war Dein erster Eindruck?
Das Workbook ist ein pragmatischer Leitfaden, mit dem sich Verantwortungsträger von Vereinen Schritt für Schritt dem komplexen Thema „Zukunft“ annä­hern können. Es ist für jeden Verein nutzbar, unab­hängig von seiner Mitgliederzahl oder der Größe seiner Kommune.
Mein Tipp für das Workbook: nicht nur lesen, sondern richtig durcharbeiten.

Was bedeutet das?
Das Workbook ist ein Arbeitsmittel und sollte auch so behandelt werden. Das bedeutet, nur durchblättern und mal hier und mal dort eine Seite lesen, verwirrt nur. Die Systematik und Gesamtstruktur des Buches erschließt sich erst beim Durcharbeiten.

Wie hat sich das Durcharbeiten bei Dir gestaltet? Gibt es hierzu bestimmte Regeln, die beachtet werden sollen?
Ich habe das Buch zuerst alleine und in Etappen durchgearbeitet, dann gemeinsam mit meinem Vorstand vom Verein, dies ist aber kein Muss. Insgesamt habe ich ungefähr vier Stunden mit dem Durcharbeiten verbracht. Wer das Workbook als Arbeitsmittel sieht, öffnet den Blick, lässt neue Gedanken zu. Das Tolle daran, das Workbook unterstützt nicht nur den Verein und ist hierauf anwendbar, sondern auch im Job oder Privatleben.

Muss ich mich vor der Bearbeitung des Workbooks weiterbilden oder mir Wissen aneignen?
Nein, definitiv nicht. Das Workbook lebt davon, dass jeder Bearbeiter eine andere Wirklichkeit hat. Es gibt nur Richtig, kein Falsch. Man beantwortet die Fragen mit seiner individuellen Meinung, beziehungsweise mit seinen Ideen.

Das heißt, jeder Bearbeiter beziehungsweise Verein kommt am Ende auf ein anderes Ergebnis?
Ja, genau! So soll es auch sein. Jeder Verein kämpft mit anderen Problemen. Das Workbook ist somit für jeden anwendbar und bringt jedem Bearbeiter ein Ergebnis.

Hattest Du beim Durcharbeiten des Workbooks ein Aha-Erlebnis?
Ja, beim Übergang zu Seite 65. Beim Durchblättern versteht man die Grafik zu Handlungsfeldern überhaupt nicht, wenn man sich aber mit den Seiten davor bereits beschäftigt und intensiv das Workbook durchgearbeitet hat, fällt der Groschen. Mit dem Bearbeiten des Workbooks entsteht nach und nach ein ganz spezifischer, auf den einzelnen Verein zugeschnittener Fahrplan für die kommenden zehn Jahre.

Konntest Du diesen Fahrplan dann direkt im Verein umsetzten?
Ja, das war möglich. Wir haben damit begonnen, das Leichteste aus dem Fahrplan zuerst umzusetzen. Das tolle an dem Workbook ist, dass es einem auch die Themenfelder aufzeigt, die man bereits umsetzt und diese auch richtig umsetzt. Dies ist eine enorme Motivation, auch für den zukünftigen Fahrplan. Der Fahrplan, der sich aus dem Workbook ergibt, ist ein Ansatz, wichtig ist hier, dass man nicht in der Theorie stecken bleibt.

Was war das Leichteste aus eurem Fahrplan vom Verein, das ihr direkt umsetzen konntet?
Bei uns war es die Umgestaltung der Büroräume in der Geschäftsstelle. 

Gab es bei dir einen Punkt beim Bearbeiten des Workbooks, an dem du nicht mehr weiter wusstest?
Nein, bei mir nicht. Für alle, die aber an diesem Punkt angekommen sind oder sich weiter intensiv mit dem Workbook beschäftigen wollen, haben wir die Zukunftsworkshops „Sportverein 2030“ eingeführt. Die praktisch orientierten Workshops unterstützen die Vereine bei der Zukunftsgestaltung.

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